hi leute!

heute schreiben wir euch aus muonio (finnland). da schlechtes wetter angesagt ist, haben wir unseren plan uebern haufen geworfen und fuer heute nur eine kurze tour von 50 km im visier. deshalb ist auch ein wenig zeit, noch schnell die neusten infos und bilder zu posten. viel gibts nicht zu berichten. wir haben endlich unsere ersten grösseren tiere zu gesicht bekommen – am anfang haben wir uns gefreut endlich elche gesehen zu haben, doch hat sich im nachhinein (nach betrachten der bilder) herausgestellt, dass es doch wohl eher rentiere waren. aber auch gut. vor 2 tagen haben wir den polarkreis ueberquert!  wir planen, anfang nächster woche das nordkap zu erreichen. hoffentlich haben die da oben internet, damit wir euch dann gleich die frohe botschaft uebermitteln koennen.

der start der wm ist auch an uns nicht spurlos vorbei gerauscht – seit freitag radeln wir in unseren deutschland-trikots und gestern haben wir natuerlich auch den 4:0 sieg geguckt.

das solls auch erstmal gewesen sein. bis in ca. einer woche und dann mit spektakulären aufnahmen vom nordkap!!! adios!

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heute gibts mal nur nen ganz kurzen eintrag. der grund ist unsere unterkunft der letzten nacht. mitten im nirgendwo haben uns die einheimischen eine, fuer alle frei zugängliche huette empfohlen. da sind wir dann natuerlich prompt hingefahren. dort gab es zwar weder wasser noch strom, aber dafuer ein schoenes plumpsklo und eine phenomenale aussicht. die huette lag auf einer bergkuppe, umrahmt von malerischen wäldern und wir haben als aller erstes die schwedische flagge gehisst. dann wurden leckere nudeln auf unserem spiritus-kocher zubereitet – ein festschmaus! da wir die nacht nicht frieren wollten, schmissen wir gleich noch den kamin an. mit isomatte und schlafsack auf den dielen schliefen wir bis 7 uhr morgens.

und nun ein paar impressionen…

da sind wir wieder! in den letzten 6 tagen waren wir ziemlich fleissig und sind im durchschnitt 106 km täglich gefahren. die ersten 2 tage hatten wir kaiserwetter, doch ab donnerstag war nur noch gegenwind. das ging wirklich an die substanz. so haben wir am freitag ziemlich ausgepowert bergfest gefeiert – die hälfte der strecke zum nordkap war geschafft. zur feier des tages gabs nudeln mit kräuterfix-wuerfeln, dazu tacos an einer käse-dip variation und zum abgang einen kulinarischen eis-mentos-schokoladen-mix. abgerundet wurde das ganze mit schwedischem öl! samstag haben wir uns dann mal wieder ein hotel gegönnt. erwähnenswert ist dabei, neben dem kostenlosen kaffee und kuchen angebot (welches schamlos ausgenutzt wurde), der check-in. die eingangstuer war verschlossen. nach einem anruf, wurde uns die pin zu der tuer gegeben und raum 15 zugewiesen. es gab kein hotelpersonal und wir bezogen unser zimmer, ohne auch nur 1 krone gezahlt zu haben (was wir am nächsten morgen natuerlich nachholten). wie dem auch sei – es hat sich im nachhinein als super hotel herrausgestellt. gestern sind wir in umeå angekommen. puenktlich um 10 uhr standen wir bei der stadtbibliothek auf der matte, um noch vor unserer heutigen etappe, einen blog zu schreiben. heute werden uebrigens die 2000 km geknackt!

ansonsten läuft alles bestens. dass wir uns regelmässig verfransen oder fahrradverbots-schilder unserer geplanten tagestouren durcheinander bringen ist alltäglich, aber nicht weiter tragisch – die schweden helfen uns immer wieder gerne. wir verbrauchen viele kalorien – ständig haben wir hunger und am meisten auf suesses oder fettes! kalorienbomben wie burger, pizzen oder eis aller art, bringen leben in den tristen stullen-alltag. kalt wirds auch langsam ganz schön. trotz sonnenscheins klettert das thermometer nur noch selten ueber 10 grad.

da wir die letzten tage viel gefahren sind und fuer andere aktivitäten nicht sonderlich viel zeit ist, zeigt die bilderauswahl diesmal grösstenteils naturaufnahmen. viel spass beim angucken.

ps: vielen dank fuer die vielen kommentare. wir hatten bei den letzten blogs mehrere hundert zugriffe täglich. SUPER!

vi ses snart!

hallo leute!

endlich haben wir mal wieder die möglichkeit internet in einer bibliothek zu nutzen. heute sind wir in falun angekommen. am samstag haben wir unsere ersten 1000 km geknackt! insgesamt sind wir nun schon ueber 1300 km geradelt. es laeuft alles super. das wetter ist zur zeit spitze. viel sonne und nur ganz selten mal ein schauer. es ist langsam zur gewohnheit geworden, dass wir uns abends auf einem der vielen campingplaetze nieder lassen. dort ist es normal, dass man kleine huetten mieten kann, in denen wir gut unser ganzes gepäck verstauen können und ruhsame nächte in betten haben. zeltunertkuenfte sparen wir fuer weiter noerdlich auf. auch merkt man schon deutlich, dass wir uns dem nordkap nähern – wir merken jetzt schon, dass der horizont nicht mehr richtig dunkel wird. das land wird langsam bergiger und wir muessen uns manchmal ganz schoen abstrampeln, damit wir vorran kommen. doch gut durchtrainierte koerper und hupende unterstuetzung von vorbei fahrenden autos, geben uns immer wieder den noetigen schub. wir rechnen damit, dass wir anfang naechter woche die haelfte bis zum nordkap geschafft haben werden.

und nun noch ein paar impressionen:

welcome to schweden

ein dickes hallo aus schweden!!!

nach einer 6,5 stuendigen ueberfahrt von rostock nach trelleborg, sind wir in schweden angekommen. um halb 7 fruehs, sind wir dann auch gleich gen norden geradelt. die ersten 8 stunden konnten wir bei gutem wetter einige kilometer schrubben. ab dann brach der regen ueber uns ein. 3 stunden spaeter und voellig durchnaesst haben wir eine zwielichtige unterkunft mitten im wald gefunden (das wechselgeld der miete wurde mit verspaetung durch den tuerschlitz geschoben, die betten waren keimig, bettwaesche und handtuecher mussten wir uns suchen). den kompletten naechsten tag hatten wir alle 3 feinde gegen uns ~ regen, gegenwind und berge. mit vielen unterbrechungen, wo wir aufrgund monsunartigen regens schutz suchen mussten, haben wir unser geplantes etappenziel doch noch erreicht. der start heute war mit einer komplikation verbunden. meine billigprodukt fahrradtaschen waren eingerissen. ein sorgloses fahren war daher nicht mehr moeglich und wir mussten improvisieren. ein gummi musste die tasche zusammenhalten! gerade sind wir in vaernamo angekommen. hier haben wir dann auch gleich 2 neue taschen fuer mein fahrrad gekauft. in den letzten 3 tagen sind wir 284 km gefahren. morgen werden wir jonkoepping passieren.

wir koennen jetzt schon sagen, dass die schweden sehr freundlich und hilfsbereit sind. viele helfen uns gerne, wenn wir nicht mehr weiter wissen oder vom rechten weg abgekommen sind (was bisher noch nicht oft passiert ist).  die ersten schoenen grundstuecke an seen und fluessen gelegen sowie die ersten elchwarnschilder und freilaufenden rehe, konnten wir schon sehen.

das wetter heute war ideal zum radfahren und wir hoffen, dass es die naechsten tage auch so anhaelt. viel mehr spannendes gibt es nicht zu erzaehlen. uns macht die tour bis hierhin aber riesen spass und wir haben es noch nicht bereut gestartet zu sein. der koerper spielt bisher auch ganz gut mit. bei mir  sinds die oberschenkel die kraeftigen muskelkater haben und bei vattern schmerzt die achillessehne und die knie melden sich ab und zu. doch diese wehwehchen bringen uns nicht aus der ruhe.

eines vorweg! als wir den letzten blogeintrag bei dem älteren ehepaar geschrieben haben, hat der pc unsere sätze selbstständig formatiert. auf dem rechner war wahrscheinlich ein übersetzungsprogramm installiert, welches wörter wie „die“ in „sterben“ umwandelte u.ä. auch wenn wir schon körperlich leicht ausgepowert sind, der geist ist noch intakt… wir haben die fehler berichtigt – ihr könnt euch also die alten einträge nochmal ohne fehler durchlesen (alles klein geschrieben ist es trotzdem)

nun zu den neuesten geschehnissen. start war am freitag 9:17 uhr. kaiserwetter und damit gute bedingungen um viele kilometer zu schaffen. an diesem tag mussten wir feststellen, dass abkürzungen nicht immer ein zeitersparniss bringen. als wir uns von der hauptstraße entfernten um einem fahrradweg zu folgen, fanden wir eine kopfsteinpflaster-passage wie bei dem berühmten tagesrennen paris-roubaix. oberfläche und steigung zwangen uns das fahrrad zu schieben. nach dem weg fragend, bescheinigte uns noch ein einheimischer, dass wir hier am arsch der welt seien…und das können wir bestätigen. nach einer halben stunde durch mountainbike-terrain, fanden wir endlich wieder auf den richtigen weg. die suche nach einer unterkunft erwies sich an diesem tag als nicht gerade einfach, da wir von einer „kuhklitsche“ in die nächste kamen. teilweise sehr idyllisch, schicke häusschen aber keine unterkünfte. nach 97 km endlich die rettung in breesen! direkt an der b 108. ein üppiges abendbrot und ein gut aufgelegter gastwirt rundeten den abend ab.

heute start bei äußerst trüben wetter. den abzweig von der bundesstraße auf unsere straße haben wir verpasst. so mussten wir uns ein paar kilometer mehr als gewünscht gegen große brummis und schnelle autos behaupten. die herausgesuchte fahrtroute stellte sich als nicht ganz realisierbar heraus. wir mussten die warnow überqueren, hatten aber keine legale brücke. insider aus niex, lotsten uns per fahrrad zu einer eisenbahnbrücke. dies war die einzige möglichkeit im umkreis von 10 kilometer den fluss zu überqueren.  wie eng diese „brücke“ war, könnt ihr auf unserem bild sehen. das erste nahziel, rostock, hatten wir dann 13:25 uhr nach 40 tageskilometern und 472 gesamtkilometern erreicht. wir haben schon eine (wieder mal) super unterkunft bezogen und gerade  sitzen wir in einem internetcafé. nachher werden wir noch ein bisschen proviant für den abend (fussball und eishockey) und den morgigen tag einkaufen. morgen legen wir einen ruhetag mit ein wenig sightseeing ein und  um 22:45 uhr nehmen wir die fähre nach trelleborg. wann wir das nächste mal die möglichkeit haben, euch auf dem laufenden zu halten, ist schwer zu sagen. aber wir geben unser bestes. also schaut ruhig weiter regelmäßig rein!

ahoi!


der 3. Tag bescherte uns das abenteuer „durchquerung von berlin mit dem fahrrad“. neben dem regen machten uns unzählige fahrzeuge, rote ampeln und baustellen das leben schwer. einmal falsch abgebogen in die friedrichstraße, brachten  uns 8 km zusätzlich auf dem tacho (und in den beinen). die orientierung am fernsehturm erwies sich als äusserst schwierig, da man nur 30 meter von ihm sah. der rest verschwand im nebel / regen. nach 86 km fanden wir auf einem kleinen dorf (rüthnick) eine herberge, die uns wie gerufen kam. eine gut ausgestattete wohnung bot viel platz zum trocknen unserer klamotten (nicht alles ist wasserfest wo wasserfest drauf steht!).

wir hatten heute optimale bedingungen und die räder rollten (trotz komischer geräusche) gut. kein gegenwind, gute temperaturen und ein tolles frühstück waren beste vorraussetzungen für den heutigen tag. 82 km in 4,5 stunden und unser ziel lautet röbel. ein nettes ehepaar ermöglicht uns eine erholsame nacht. sogar ihren rechner können wir benutzen, um hier ein paar zeilen zu schreiben. der plan ist, in 2 tagen in rostock anzukommen und euch von dort auf dem laufenden zu halten.

ps: andré h., vielen dank für zu die guten wünsche, so von sportsmann zu sportsmann.

durchnässt vor dem berliner fernsehturm (was noch von ihm übrig ist)

durchnässt vor dem berliner fernsehturm (was von ihm noch übrig ist)