aber norwegen wollte uns nicht so einfach gehen lassen…

in ålesund lief noch alles rund. als wir auf unser boot nach bergen warteten, trafen wir sogar ein bekanntes gesicht wieder. ein radler aus deutschland, der uns 4 tage vorm kap entgegengekam(!), wartete ebenfalls auf die fæhre. auch er konnte sich noch an „die 2 mit den deutschland-trikots“ erinnern. 14 h dauerte die ueberfahrt bis bergen. dort wollten wir fuer den folgetag gleich unsere (aller letzte) fæhre nach dænemark buchen, doch leider hatte das terminal bereits zu. so blieb uns nichts anderes uebrig als es næchsten tag direkt vor abfahrt nochmal zu versuchen. tja, und die dame am schalter erøffnete uns tags darauf, dass das schiff bereits voll sei. die stimmung war am boden und wir sahen uns schon 2 tage lang in bergen abschimmeln. darauf hatten wir so garkeine lust. also tigerten wir eine stunde vor dem terminalfenster herum, bis uns die dame mitteilte, dass sie nochmal mit der crew gesprochen habe und uns nun doch unterbringen kønne. damit schien die freiheit greifbar nahe. uns trennten nur noch 20 h fahrt bis zum sicheren hafen in dænemark. die fahrt war geprægt von langeweile und schlaflosigkeit. in hirtshals empfing uns schlechtes wetter. allerdings besserte es sich im laufe des tages. trotz gegenwind fielen uns die gestrigen 103 km sehr leicht. vor allem die nicht vorhandenen berge befluegelten uns. es lief wie von selbst. positiv war auch, dass es so gut wie immer einen vernuenftigen radweg gibt. was jedoch schon nach wenigen kilometern auffiel, war die reizlose umgebung. die strassen vorbei an øden feldern und windrædern sind nicht vergleichbar mit dem was wir in norwegen und schweden tæglich erlebt haben.

gerade sind wir in viborg angekommen. kurz vor ortseingang haben wir die 5.000 km-marke erreicht. unseren reifen sieht man die strapazen der letzten wochen am deutlichsten an. das profil der hinterreifen ist bereits so abgefahren, dass man die blauen markierungen, die auf das wechseln des mantels hinweisen, sehen kann. wir hoffen sie halten die letzten (schætzungsweise reichlich 1.000 km) noch durch.

sollten uns keine unerwarteten ereignisse aus dem rennen werfen, werden wir aller vorraussicht nach einige tage eher als geplant wieder in spremberg einreiten. das nordkap ist erreicht, die kilometer stimmen auch und die landschaft hat nichts neues mehr fuer uns zu bieten – also wieso die tour unnøtig in die længe ziehen? wann genau wir allerdings ankommen, kønnen wir erst in ein paar tagen sagen. ich denke im næchsten blog werden wir einen termin nennen kønnen. man munkelt aber jetzt schon, dass die ankunft ordentlich begossen wird ;-)

also bis zum næchsten blog – dann schon aus deutschland!

PROST!

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