Mai 2010


hallo leute!

endlich haben wir mal wieder die möglichkeit internet in einer bibliothek zu nutzen. heute sind wir in falun angekommen. am samstag haben wir unsere ersten 1000 km geknackt! insgesamt sind wir nun schon ueber 1300 km geradelt. es laeuft alles super. das wetter ist zur zeit spitze. viel sonne und nur ganz selten mal ein schauer. es ist langsam zur gewohnheit geworden, dass wir uns abends auf einem der vielen campingplaetze nieder lassen. dort ist es normal, dass man kleine huetten mieten kann, in denen wir gut unser ganzes gepäck verstauen können und ruhsame nächte in betten haben. zeltunertkuenfte sparen wir fuer weiter noerdlich auf. auch merkt man schon deutlich, dass wir uns dem nordkap nähern – wir merken jetzt schon, dass der horizont nicht mehr richtig dunkel wird. das land wird langsam bergiger und wir muessen uns manchmal ganz schoen abstrampeln, damit wir vorran kommen. doch gut durchtrainierte koerper und hupende unterstuetzung von vorbei fahrenden autos, geben uns immer wieder den noetigen schub. wir rechnen damit, dass wir anfang naechter woche die haelfte bis zum nordkap geschafft haben werden.

und nun noch ein paar impressionen:

welcome to schweden

ein dickes hallo aus schweden!!!

nach einer 6,5 stuendigen ueberfahrt von rostock nach trelleborg, sind wir in schweden angekommen. um halb 7 fruehs, sind wir dann auch gleich gen norden geradelt. die ersten 8 stunden konnten wir bei gutem wetter einige kilometer schrubben. ab dann brach der regen ueber uns ein. 3 stunden spaeter und voellig durchnaesst haben wir eine zwielichtige unterkunft mitten im wald gefunden (das wechselgeld der miete wurde mit verspaetung durch den tuerschlitz geschoben, die betten waren keimig, bettwaesche und handtuecher mussten wir uns suchen). den kompletten naechsten tag hatten wir alle 3 feinde gegen uns ~ regen, gegenwind und berge. mit vielen unterbrechungen, wo wir aufrgund monsunartigen regens schutz suchen mussten, haben wir unser geplantes etappenziel doch noch erreicht. der start heute war mit einer komplikation verbunden. meine billigprodukt fahrradtaschen waren eingerissen. ein sorgloses fahren war daher nicht mehr moeglich und wir mussten improvisieren. ein gummi musste die tasche zusammenhalten! gerade sind wir in vaernamo angekommen. hier haben wir dann auch gleich 2 neue taschen fuer mein fahrrad gekauft. in den letzten 3 tagen sind wir 284 km gefahren. morgen werden wir jonkoepping passieren.

wir koennen jetzt schon sagen, dass die schweden sehr freundlich und hilfsbereit sind. viele helfen uns gerne, wenn wir nicht mehr weiter wissen oder vom rechten weg abgekommen sind (was bisher noch nicht oft passiert ist).  die ersten schoenen grundstuecke an seen und fluessen gelegen sowie die ersten elchwarnschilder und freilaufenden rehe, konnten wir schon sehen.

das wetter heute war ideal zum radfahren und wir hoffen, dass es die naechsten tage auch so anhaelt. viel mehr spannendes gibt es nicht zu erzaehlen. uns macht die tour bis hierhin aber riesen spass und wir haben es noch nicht bereut gestartet zu sein. der koerper spielt bisher auch ganz gut mit. bei mir  sinds die oberschenkel die kraeftigen muskelkater haben und bei vattern schmerzt die achillessehne und die knie melden sich ab und zu. doch diese wehwehchen bringen uns nicht aus der ruhe.

eines vorweg! als wir den letzten blogeintrag bei dem älteren ehepaar geschrieben haben, hat der pc unsere sätze selbstständig formatiert. auf dem rechner war wahrscheinlich ein übersetzungsprogramm installiert, welches wörter wie „die“ in „sterben“ umwandelte u.ä. auch wenn wir schon körperlich leicht ausgepowert sind, der geist ist noch intakt… wir haben die fehler berichtigt – ihr könnt euch also die alten einträge nochmal ohne fehler durchlesen (alles klein geschrieben ist es trotzdem)

nun zu den neuesten geschehnissen. start war am freitag 9:17 uhr. kaiserwetter und damit gute bedingungen um viele kilometer zu schaffen. an diesem tag mussten wir feststellen, dass abkürzungen nicht immer ein zeitersparniss bringen. als wir uns von der hauptstraße entfernten um einem fahrradweg zu folgen, fanden wir eine kopfsteinpflaster-passage wie bei dem berühmten tagesrennen paris-roubaix. oberfläche und steigung zwangen uns das fahrrad zu schieben. nach dem weg fragend, bescheinigte uns noch ein einheimischer, dass wir hier am arsch der welt seien…und das können wir bestätigen. nach einer halben stunde durch mountainbike-terrain, fanden wir endlich wieder auf den richtigen weg. die suche nach einer unterkunft erwies sich an diesem tag als nicht gerade einfach, da wir von einer „kuhklitsche“ in die nächste kamen. teilweise sehr idyllisch, schicke häusschen aber keine unterkünfte. nach 97 km endlich die rettung in breesen! direkt an der b 108. ein üppiges abendbrot und ein gut aufgelegter gastwirt rundeten den abend ab.

heute start bei äußerst trüben wetter. den abzweig von der bundesstraße auf unsere straße haben wir verpasst. so mussten wir uns ein paar kilometer mehr als gewünscht gegen große brummis und schnelle autos behaupten. die herausgesuchte fahrtroute stellte sich als nicht ganz realisierbar heraus. wir mussten die warnow überqueren, hatten aber keine legale brücke. insider aus niex, lotsten uns per fahrrad zu einer eisenbahnbrücke. dies war die einzige möglichkeit im umkreis von 10 kilometer den fluss zu überqueren.  wie eng diese „brücke“ war, könnt ihr auf unserem bild sehen. das erste nahziel, rostock, hatten wir dann 13:25 uhr nach 40 tageskilometern und 472 gesamtkilometern erreicht. wir haben schon eine (wieder mal) super unterkunft bezogen und gerade  sitzen wir in einem internetcafé. nachher werden wir noch ein bisschen proviant für den abend (fussball und eishockey) und den morgigen tag einkaufen. morgen legen wir einen ruhetag mit ein wenig sightseeing ein und  um 22:45 uhr nehmen wir die fähre nach trelleborg. wann wir das nächste mal die möglichkeit haben, euch auf dem laufenden zu halten, ist schwer zu sagen. aber wir geben unser bestes. also schaut ruhig weiter regelmäßig rein!

ahoi!


der 3. Tag bescherte uns das abenteuer „durchquerung von berlin mit dem fahrrad“. neben dem regen machten uns unzählige fahrzeuge, rote ampeln und baustellen das leben schwer. einmal falsch abgebogen in die friedrichstraße, brachten  uns 8 km zusätzlich auf dem tacho (und in den beinen). die orientierung am fernsehturm erwies sich als äusserst schwierig, da man nur 30 meter von ihm sah. der rest verschwand im nebel / regen. nach 86 km fanden wir auf einem kleinen dorf (rüthnick) eine herberge, die uns wie gerufen kam. eine gut ausgestattete wohnung bot viel platz zum trocknen unserer klamotten (nicht alles ist wasserfest wo wasserfest drauf steht!).

wir hatten heute optimale bedingungen und die räder rollten (trotz komischer geräusche) gut. kein gegenwind, gute temperaturen und ein tolles frühstück waren beste vorraussetzungen für den heutigen tag. 82 km in 4,5 stunden und unser ziel lautet röbel. ein nettes ehepaar ermöglicht uns eine erholsame nacht. sogar ihren rechner können wir benutzen, um hier ein paar zeilen zu schreiben. der plan ist, in 2 tagen in rostock anzukommen und euch von dort auf dem laufenden zu halten.

ps: andré h., vielen dank für zu die guten wünsche, so von sportsmann zu sportsmann.

durchnässt vor dem berliner fernsehturm (was noch von ihm übrig ist)

durchnässt vor dem berliner fernsehturm (was von ihm noch übrig ist)

und ab gehts. gestern war scharfer start zum nordkap. nach 91 km kamen wir gestern in schlepzig an. der gegenwind hat uns ganz schön zu schaffen gemacht. heute sind wir nach weiteren 76 km in großziethen angekommen. auch heute mussten wir wieder dem starken gegenwind trotzen. aber mit unserer windschatten-taktik a lá lance armstrong kommen wir doch recht zügig vorran. viel mehr kann ich grad auch nicht schreiben, da wir uns an einen computer bei einer golffirma rangemogelt haben und die leute vom arbeiten abhalten.

…dann starten wir die Tour in  den hohen Norden!

Ich bin heute mal nen Sattel Probe gefahren und mir tat schon nach 40 Km der Hintern weh…