das wars mit der operation nordkap! am freitag sind wir um punkt 17.00 uhr auf den hof in der schlesischen straße gerollt. damit haben 75 tage radfahren ein ende gefunden. viel brauch ich über die tour ja nicht mehr schreiben. wer regelmäßig unseren blog verfolgt hat, weiss was wir erlebt haben. wir haben immer versucht eindrücke und erlebtes möglichst anschaulich zu schildern, doch kann man immer nur ein bruchteil von dem widergeben wie es denn wirklich war. man muss so ein abenteuer selber mal gemacht haben um es wirklich zu begreifen. die körperliche anstrengung ist dabei die eine seite, das auskommen mit einer anderen person über so einen langen zeitraum, die andere. wir haben beides bestens gemeistert und uns hat die tour sehr sehr viel spaß gemacht! wenn wir an die letzten knapp 11 wochen zurückdenken, dann durchweg positiv und so solls ja auch sein… damit verabschieden wir uns und hinterlassen euch noch ein paar interessante statistiken und fakten.

TSCHÜSS!!!

bilder der letzten tage und der ankunft:

  • tage unterwegs: 75 tage
  • gesamtstrecke: 6.303 km
  • davon in finnland: 208 km
  • “       in dänemark: 457 km
  • “       in deutschland: 1.471 km
  • “       in schweden: 2.040 km
  • “       in norwegen: 2.127 km
  • durchschnittsgeschwindigkeit: 18,35 km/h
  • gesamte sattelzeit: 343,5 stunden
  • längste etappe: 128 km karlsborg – örebro 28.05.
  • kürzeste etappe: 20 km fosselv – sønkjosen 23.06.
  • größte tages-durchschnittsgeschwindigkeit: 24 km/h töre – jockfall 11.06.
  • kleinste                        “                     : 14 km/h honnnigsvag – nordkap 20.06.
  • größte einzelgeschwindigkeit: 62,2 km/h
  • tunnel durchfahren: 53 tunnel
  • gesamtstrecke durch tunnel: 75.165 meter
  • regentage: 8
  • fährfahrten: 17
  • fotos geschossen: 675
  • videos gemacht: 12

weiteres:

  • unsere räder wogen jeweils mit gepäck knapp 50 kg
  • wir haben 4 mal auf einem schiff übernachtet und ein mal in einer wilden hütte
  • wir haben nicht ein einziges mal unser zelt aufgebaut
  • wir haben an nur 2 tagen elche gesehen
  • wir haben unsere wäsche nur ein mal mit einer waschmaschine gewaschen
  • ich habe wärend der kompletten tour mit oropax schlafen müssen…
  • wir hatten nur einen speichenbruch und ein gerissenen bowdenzug, ansonsten keine pannen – nochmal danke an fahrrad-fritsch


tja, nun sitzen wir hier im kloster in neuzelle. morgen hat die große tour ihr ende. und das ist auch gut so. die letzten tage plätschern nämlich nur noch vor sich hin. was solls auch großartig spannendes auf dem oder-neiße-radeweg geben? was könnte man interessantes schreiben? vielleicht, dass es hier viele störche gibt? dass uns täglich gefühlte 1.000 andere radler entgegenkommen denen wir ausweichen müssen? oder aber, dass wenn wir nach links gucken, immer polen sehen? NEIN! das ist alles langweilig! deswegen schreib ich auch nichts weiter dazu. die stimmung bei uns ist trotzdem super und wir freuen uns nun einfach wieder zu hause anzukommen.

in den letzten tagen, sind passend zu dem eindrucksvollen radwanderweg, spektakuläre bilder gemacht worden. leider ist jedoch der rechner hier im informationszentrum in einen metallkasten eingebaut und somit kein usb-steckplatz erreichbar. so müsst ihr eurer fantasie freien lauf lassen und euch ein paar atemberaubende impressionen im kopf zusammenspinnen.

am wochenende wirds dann nochmal ein fazit der tour geben mit ein paar interessanten statistiken über gefahrene kilometer usw. und bilder der letzten tage und der ankunft werden auch nochmal online gestellt. also wen`s interessiert schaut dann einfach nochmal vorbei!

…wir gehen jetzt erstmal die brauerei angucken und das ein oder andere bier verkosten.

PROST MAHLZEIT!

vor 3 tagen sind wir über die grenze nach deutschland gefahren. die 4 tage in dänemark vergingen wie im flug. wir sind ja auch quasi geflogen – donnerstag 103 km, freitag 117 km, samstag 110 km und sonntag 122 km. ausser dass wir gestrampelt sind wie die irren, ist sonst nichts erwähnenswertes in dänemark passiert. am montag früh sind wir dann in flensburg über die grenze gefahren. endlich wieder in deutschland!  kurz vor kiel (in levensau) sind wir auf ein radler in die „schweinsgeige“ eingekehrt. ganz beiläufig haben wir gefragt, ob man denn hier auch übernachten könnte. die bedienung verneinte es leider. doch da hat sie die rechnung ohne peter petersen gemacht! peter petersen ist 47 jahre alt, hat keinen abschluss aber ist immer gut drauf. er kam aus dem nebenzimmer angeschossen und machte uns das angebot auf dem hinterhof zu zelten – er müsse allerdings erstmal mutti fragen (seinen eltern gehörte die gaststätte). nachdem sich mutti ein bild von uns gemacht hatte, sagte sie peter, dass er vati fragen soll. als auch vati das ok gab, durften wir dann sogar in muttis gartenlaube nächtigen. nächsten tag sind wir bei schweisstreibenden temperaturen bis kurz vor travemünde gefahren. nach 1 stunde suchen, fanden wir endlich ein zimmerchen, dass noch nicht belegt war. an der ostsee rennen die urlauber zur zeit alle buden ein. gestern war es noch heisser als dienstag. zum glück hält man es mit dem fahrtwind auf dem rad, einigermaßen aus. heute sind wir nach 20 km in rostock angekommen – die bisher kürzeste etappe. auf der to-do-liste stand, blogeintrag zu schreiben und kartenmaterial für den oder-neisse-radwanderweg zu besorgen. beides hat geklappt und so steht heute nur noch relaxen und bier trinken (als einziges mittel gegen dieses tropische klima) auf dem programm.

der termin unserer rückkehr steht nun auch fest – freitag der 30. juli um 17 uhr sind wir wieder in spremberg!!! jetzt müssen wir also nur noch irgendwie die letzten 8 tage mit kilometer füllen…die tour neigt sich mit riesen schritten dem ende…………………..

aber norwegen wollte uns nicht so einfach gehen lassen…

in ålesund lief noch alles rund. als wir auf unser boot nach bergen warteten, trafen wir sogar ein bekanntes gesicht wieder. ein radler aus deutschland, der uns 4 tage vorm kap entgegengekam(!), wartete ebenfalls auf die fæhre. auch er konnte sich noch an „die 2 mit den deutschland-trikots“ erinnern. 14 h dauerte die ueberfahrt bis bergen. dort wollten wir fuer den folgetag gleich unsere (aller letzte) fæhre nach dænemark buchen, doch leider hatte das terminal bereits zu. so blieb uns nichts anderes uebrig als es næchsten tag direkt vor abfahrt nochmal zu versuchen. tja, und die dame am schalter erøffnete uns tags darauf, dass das schiff bereits voll sei. die stimmung war am boden und wir sahen uns schon 2 tage lang in bergen abschimmeln. darauf hatten wir so garkeine lust. also tigerten wir eine stunde vor dem terminalfenster herum, bis uns die dame mitteilte, dass sie nochmal mit der crew gesprochen habe und uns nun doch unterbringen kønne. damit schien die freiheit greifbar nahe. uns trennten nur noch 20 h fahrt bis zum sicheren hafen in dænemark. die fahrt war geprægt von langeweile und schlaflosigkeit. in hirtshals empfing uns schlechtes wetter. allerdings besserte es sich im laufe des tages. trotz gegenwind fielen uns die gestrigen 103 km sehr leicht. vor allem die nicht vorhandenen berge befluegelten uns. es lief wie von selbst. positiv war auch, dass es so gut wie immer einen vernuenftigen radweg gibt. was jedoch schon nach wenigen kilometern auffiel, war die reizlose umgebung. die strassen vorbei an øden feldern und windrædern sind nicht vergleichbar mit dem was wir in norwegen und schweden tæglich erlebt haben.

gerade sind wir in viborg angekommen. kurz vor ortseingang haben wir die 5.000 km-marke erreicht. unseren reifen sieht man die strapazen der letzten wochen am deutlichsten an. das profil der hinterreifen ist bereits so abgefahren, dass man die blauen markierungen, die auf das wechseln des mantels hinweisen, sehen kann. wir hoffen sie halten die letzten (schætzungsweise reichlich 1.000 km) noch durch.

sollten uns keine unerwarteten ereignisse aus dem rennen werfen, werden wir aller vorraussicht nach einige tage eher als geplant wieder in spremberg einreiten. das nordkap ist erreicht, die kilometer stimmen auch und die landschaft hat nichts neues mehr fuer uns zu bieten – also wieso die tour unnøtig in die længe ziehen? wann genau wir allerdings ankommen, kønnen wir erst in ein paar tagen sagen. ich denke im næchsten blog werden wir einen termin nennen kønnen. man munkelt aber jetzt schon, dass die ankunft ordentlich begossen wird ;-)

also bis zum næchsten blog – dann schon aus deutschland!

PROST!

…und wir fluechten doch! das wetter in den letzten stunden war soooo sch…, dass wir alle plæne ueber den haufen geworfen haben und spontan nach ålesund abgebogen sind. alle klamotten sind nass vom strømenden regen und der wind hat unsere frisuren auf halb neun gewedelt. das tun wir uns nicht længer an. um mitternacht fæhrt unsere fæhre nach bergen. dort entspannen wir einen tag und dann gehts mittwoch schon nach hirtshals (dænemark). dort hoffen wir dann endlich das lang ersehnte sommerwetter geniessen zu kønnen. dazu noch ein flaches terrain und wir sind wieder gluecklich!

arrivederci norway!!!

…naja, wir fliehen nicht wirklich, aber verlassen norwegen nun schon in 5 tagen. unseren pla den ich im letzten blog geschildert habe, wurde nochmal ueber den haufen geworfen. unsere aktuelle strassenkarte in der wir immer die geplanten routen einzeichnen, ist nur noch ein irrgarten aus, mit leuchtstift nachgezogenen, linien. der "prekestolen" bei stavanger ist unserem jetzigen (nun schon 4.) plan zum opfer gefallen. auf dem weg dort hin gibts es eine menge fæhrfarten. im internet mussten wir erfahren, dass die fæhren allerdings sehr spærlich und an manchen tagen garnicht fahren. also haben wir kurzerhand die letzten 200 km gestrichen. morgen fahren wir also zum "geiranger"-wasserfall und von da aus zur kueste nach florø. hier wollten wir eigentlich die fæhre nache bergen nehmen um von dort aus am samstag norwegen zu verlassen…nur haben wir gerade eben festgestellt, dass samstag keine schiffe in bergen losfahren. neuer (gerade enstandener) plan ist nun, irgendwie schon freitag in bergen zu sein und dort die fæhre um 11 uhr zu kriegen. mal gucken ob wir das schaffen.

vorgestern haben sich meine adleraugen mal wieder bezahlt gemacht. trotz unseres enorm hohen fahrttempos, habe ich auf dem sitenstreifen der strasse etwas glitzernes liegen sehen. sofort haben wir ein wendemanøver eingeleitet, um den schatz genauer unter die lupe zu nehmen. und tatsæchlich waren es muenzen! berauscht von diesem unerwarteten geldsegen und unter lautem gelæchter, schmissen wir voll uebermut mit muenzen um uns. wir warfen sie in die luft und badeten im goldregen. mit vollgestopften taschen, steuerten wir den næchsten kiosk an und gaben die 43 kronen fuer 2 eis aus…

gestern haben wir uns zum ersten mal einen sonnebrand geholt. highlight des tages war die ueberfahrt ueber norwegens bauwerk des jahrhunderts, dem "atlanterhavsveien". eine einzigartige strasse, die bis ans offene meer fuehrt und ueber 8 bruecken die insel averøy mit dem festland verbindet. huebsch anzusehen ist das ding allerdings nur von oben. unser foto dieser konstruktion ist deshalb auch nur in etwa so spannend, wir die eigentliche ueberfahrt – eher unspektakulær. aber dafuer haben wir ein auto mit spn-kennzeichen getroffen…das hat dann alles wieder rausgerissen!

viele neue bilder gibt es leider immer noch nicht. ich hoffe die kommenden tagen haben dann mal wieder mehr potential.

und tschuess…

halløchen!

nur mal ein kurzes lebenszeichen von uns und ein kleiner ueberblick der kommenden tage. wir sind heute die letzten kilometer der kuestenstrasse nr. 17 bis steinkjer gefahren. von da aus haben wir uns mit dem zug bis trondheim bringen lassen. morgen fahren wir mit der fæhre bis nach kristiansund. geplant war von da aus mit dem fahrrad bis nach starvanger zu fahren, doch nachdem wir die karte studiert und bemerkt haben, was da fuer hammer etappen auf uns zu kommen wuerden, haben wir unseren plan uebern haufen geworfen. wir wollen einfach nur noch raus aus norwegen! wir haben einfach kein bock mehr uns berge hoch zu quælen. wir haben bewiesen, dass wir es kønnen! also von kristiansund fahren wir dann nicht die komplette strecke bis nach starvanger mit dem rad. wir werden uns suedlich zum „geiranger“ bewegen. das soll ein ganz toller wasserfall sein, den man gesehen haben sollte. von da aus fahren wir wieder zur kueste um mit der fæhre von florø nach bergen zu schippern. das letzte grosse highlight soll dann der „prekestolen“ bei starvanger sein. ein 600 m hohes kliff mit gigantischem ausblick. das ganze zollte in den næchsten 2 wochen geschafft sein. und dann gehts ab nach dænemark…

fotos gibts keine neuen.

~~~~ spannender blogeintrag ende ~~~~